Unabhängige neutrale Verbraucherinformation für Lollar und Staufenberg

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Das Wahrzeichen des unteren Lumdatales ist der „Lollarer Kopf“, der sich wuchtig aus dem Tal erhebt und heute ein Naherholungsgebiet für Naturfreunde und Wanderer darstellt. Doch das war nicht immer so: Im Jahre 1905, zur Zeit des allgemeinen Wirtschaftsaufschwunges in Deutschland, legte ein Pächter am Nordosthang des Lollarer Kopfes einen Steinbruch an, der mit den damaligen technischen Hilfsmitteln ausgebeutet wurde.


Die gebrochenen Steine wurden mit einer Drahtseilbahn, die über Feld und die Lumdawiesen hinwegführte, zur „Klopfsteinmühle“ gebracht, die man an der Straße von Lollar nach Daubringen erstellt hatte. Hier baute das neu errichtete Werk auch den erforderlichen Bahnanschluss (heute Lumdatalbahn genannt), wo die Steine, die in der Brecheranlage zu Schotter für Straßen- und Bahnanlagenbau verarbeitet wurden, verladen und abtransportiert werden konnten.


Die „Kloppsteemöhl“, wie sie im Volksmund bald genannt wurde, machte einen weithin hörbaren Lärm. Die Brecheranlage wurde von einer Dampfmaschine angetrieben, zu der ein hoher Schornstein gehörte. Die Dampfmaschine trieb auch die Seilbahn an. Es muss wohl ein recht idyllischer Anblick gewesen sein, wenn die kleinen Wagen flink über das weite Tal bis hinauf zu dem Berg glitten. Nur in der Flanke des Berges gähnte ein großes Loch, das heute noch, nachdem der Betrieb längst eingestellt ist, weithin sichtbar ist.


Die Klopfsteinmühle, deren Volksname sich im Laufe der Zeit in „Kloppmaschin“ wandelte, ist allerdings längst verschwunden. Nur einige Bilder halten die Erinnerung wach. Aus einem dieser Bilder wurde dann auch das „Logo“ (Firmenzeichen) entwickelt, wie es sich im Titelkopf darstellt.


In den dreißiger Jahren baute der Schuster Wilhelm Fey auf die sehr stabile Grundkonstruktion der Kloppmaschin ein Wohnhaus, das heute nur noch den Volksnamen als Erkennungszeichen trägt. Nicht ohne Stolz blicken wir auf die nun über 23 Jahre bestehende Verbraucherinformation zurück, die den Namen „Kloppmaschin“ im ursprünglichen Verbreitungsgebiet Lollar/Staufenberg mit heute 8600 Exemplaren wiederbelebt.


Zum einen bieten wir mit dieser Verbraucherinformation den Gewerbetreibenden eine kostengünstige Alternative für ihre Werbemaßnahmen (die „Kloppmaschin“ erscheint kostenlos in allen erreichbaren Haushalten im Verbreitungsgebiet), zum anderen wollen wir mit diesem Blatt den Vereinen und öffentlichen Einrichtungen Gelegenheit geben, möglichst vielen Mitbürgern ihre Mitteilungen zukommen zu lassen.


Keineswegs wollen wir die „Amtlichen Nachrichten“ ersetzen oder örtlichen Veröffentlichungen / regionalen Zeitungen Konkurrenz bieten; wir stellen unser Produkt der Allgemeinheit dar und hoffen auf eine weiterhin positive Resonanz unserer Leserinnen und Leser. Politische und konfessionelle Ziele wurden und werden nicht verfolgt – „wir sind wir“ – und so werden wir uns auch in Zukunft selbst treu bleiben!


Günter Fey

Da wir immer wieder nach der Herkunft des Namens unserer Verbraucherinformation gefragt werden, wollen wir hier darauf antworten:


Zugegeben, diese Bezeichnung ist schon etwas ungewöhnlich für ein Unternehmen. Doch wenn Sie diesen Artikel aufmerksam gelesen haben, wird Ihnen verständlich sein, warum wir den Namen „Kloppmaschin“ auswählten. Allerdings müssen wir dazu etwas weiter „ausholen“ und bis auf die Zeit der vorletzten Jahrhundertwende zurückgehen!

Woher kommt der Name: „Kloppmaschin“?